Liebe Freunde,
so nach der wunderbaren Geburtstagsfeierei ist nun wieder der Alltag eingekehrt. Dazu will ich heute aber gar nichts schreiben, denn dies wird Cosi morgen tun.
Viel mehr will ich euch von einem Ausflug in eine andere Welt und von der Natur die uns umgibt und mit der man hier lebt berichten.

Letzte Woche hatten wir die Chance mit einer Schwester in ein Dorf in der Umgebung zu fahren, in dem man staune auch eine Konvent der Sisters ist. Dieses besagte Dato liegt ca. 25 km westlich (???) von Hazaribag, man braucht aber 1,5 h um dort hin zu gelangen. Der Grund hier fuer ist, dass man nicht wirklich von einer Strasse sprechen kann, die da hin fuehrt und es endlos durch die tiefste Wildnis bergauf- und ab geht. Je weiter man sich von Hazaribag entfernte, desto mehr hatte man das Gefuehl weiter in die Vergangenheit der Menschheit vorzuruecken, aber wir hatten uns getaescht. Denn es gibt immernoch eine Menge Menschen auf dieser Welt die genau in diesem Moment auf engstem Raum in einer Lehmhuette leben und unter einfachsten Lebensbedingungen so einen gluecklichen Eindurck machen, wie ich ihn bei wenig Menschen in unserer Zivilisation gesehen habe.

Eine Schwester und ein Father nahmen sich wirklich viel Zeit um uns die Gegend zu zeigen und uns im christlichen Teil des Dorfes herum zu fuehren.
In diesen Doerfern leben die Menschen naemlich nach Religionen getrennt. Im einen Teil leben die Hindus, im anderen die Moslems und im dritten die Christen. So kommt es natuerlich auch zu weniger Konflikten was sichlich gut ist, denn die gibt es definitv.
Wie ich bereits gesagt habe haen es uns die Zufriedenheit und der Fleiss der Menschen dort wirklich an getan. Jede Grossfamilie hat ein paar kleine Felder, die sie bestellt und natuerlich duerfen Huehner, Ziegen, Bueffel, Kuehe und Schweine nicht fehlen. Doch Betten, nein so etwas gibt es hier nicht. Uebrigens hier gibt es nur Strom, wenn die
Sonne scheint, denn alles wird mit Sorlarenergie berieben!!

Diese Menschen leben mitten im Paradies der Natur. Rigs herum um das Dorf ist das Land natuerlich von der Landwirtschaft gepraegt, es hat wirklich einen biblischen Charakter. Verlaesst man aber diese Region gelangt man in den tiefsten un durch dringbaren Djungel. Bei einer Familie die wir besuchten sagen Stacheln von einem Stachelschwein auf dem Boden, als wir sie fragten woher diese stammten sagten sie: sie haetten es erlegt und die Stacheln als Deko aufgehoben.... ich wuerde sagen das spricht Baende, oder? Bei einer anderen Familie lag ein Baby draussen auf einer Matte und die Fliegen sassen ueber all auf ihm. Als ich nach dem Namen fragte, wurde mir geantwortet das es noch keine haette. Ich weiss gar nicht warum ich das schreibe, aber irgendwie hat es mich wirklich bewegt. Es war wirklich ein wunderbarer Ausflug, der uns auch im Nachhinein noch sehr beschaefftigt hat. Natuelich wusste man theoretisch, dass es so in laendlichen Regionen so aus sieht, aber wenn man dort ist kann man es einfach ueberhaupt nicht fassen. Und auch wenn die Menschen wirklich arm sind, ist es glaube ich nicht das schlecheste Leben was sie fuehren.

Zurueck zur Natur. Nicht nur in Dato ist uns aufgefallen wie wunderbar die Natur hier ist. Jeden Tag rauschen ein Dutzend Adler und drei Dutzend Papagein in direktester Naehe ueber unsere Koepfe hinweg und im Baum, auf den wir aus unserem Zimmer blicken, ist wirklich ein Geier Nest. Es ist einfach unglaublich. Auch die Blumen- und Pflanzenvielfalt ist schlicht und ergreifend um werfend. Ich moechte jetzt gar nicht so viel darueber schreiben. Ich habe einfach versucht es fuer euch in ein paar Bildern einzufangen. Doch eines noch: hier gibt es 10cm grosse Riesenheuschrecken und handgrosse Spinnen. :P
Blumen im Garten von einem Konvent
Arbeiterin beim Ernten
Bananenbluete
Liebste Gruesse aus Hazaribag
Eure Cosi und Julia
Liebe Julia und Cosima,
AntwortenLöschenich bin unwahrscheinlich beeindruckt von Euren Erfahrungen, sie sind einzigartig und Ihr werdet sie nie vergessen. Wir freuen uns riesig mit Euch, wie Ihr die Natur in Indien erlebt, und wie Indien "wirklich" ist, vermutlich bekommt das am besten wirklich durch den Besuch kleinerer Dörfer mit. Ich denke, die meisten, die "mal kurz" nach Indien fahren, haben vermutlich davon keine Ahnungen.
Euer begeisterter Blog Leser
Matthias.